Ein langer Arbeitstag, zahlreiche Aufgaben und kaum Zeit für eine Pause können Körper und Geist stark beanspruchen. In solchen Phasen wünscht man sich oft einen klaren Kopf und einen ruhigen Moment. Doch gerade dann fällt das Abschalten oft schwer.
Stress-Symptome können sich auf unterschiedliche Weise äußern, zum Beispiel durch Kopfschmerzen, Verspannungen, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität oder anhaltende Müdigkeit. Umso wichtiger ist es, die Signale des Körpers bewusst wahrzunehmen und auf die eigene Balance zu achten.

Verzehrsempfehlung: 2x2 Tabletten täglich
Folgen von Dauerstress
Problematisch kann es werden, wenn die Stress-Belastung über längere Zeit anhält und Phasen der Erholung zu kurz kommen. Dann kann der Körper dauerhaft unter Anspannung stehen, was zu körperlichem und psychischem Unwohlsein führen kann.
Einfluss von Stress auf den Elektrolythaushalt
Stress ist zunächst eine normale Reaktion des Körpers auf eine besondere Situation. An dieser Stressreaktion sind unter anderem die beiden Hormone Cortisol und Aldosteron beteiligt. Diese werden unter Stress verstärkt ausgeschüttet und können den Elektrolythaushalt beeinflussen. In ihrem Zusammenspiel können vermehrt Kalium und Magnesium ausgeschieden werden.1,2 Deshalb wird Stress oft auch als „Mineralstoffräuber“ bezeichnet. In stressreichen Phasen ist es besonders wichtig, den Körper mit ausreichend Kalium und Magnesium zu versorgen.
Was Ihrem Körper bei Stress helfen kann
Stress lässt sich im Alltag nicht immer vermeiden. Umso wichtiger sind regelmäßige Phasen der Erholung. Stressbewältigung, Entspannungsübungen und eine ausgewogene Ernährung können dabei helfen, den Körper wieder aus dem Zustand erhöhter Beanspruchung herauszuführen. In unruhigen Zeiten kann auch eine gezielte Unterstützung mit Nährstoffen sinnvoll sein.
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Kalium und Magnesium: Zwei wichtige Elektrolyte für Muskeln und das Nervensystem
Kalium und Magnesium sind wichtige Elektrolyte, die an der Reizweiterleitung in Nerven und Muskeln beteiligt sind. Nerven kommunizieren über elektrische Signale, die unter anderem alle Muskeln unseres Körpers steuern. Kalium und Magnesium tragen dazu bei, dass diese Signale korrekt entstehen und weitergeleitet werden.
Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks, einer normalen Funktion des Nervensystems und einer normalen Muskelfunktion bei. Da der Körper Kalium nicht speichern kann, ist eine kontinuierliche Zufuhr wichtig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 4000 mg. Kalium ist beispielsweise in Gemüse und Obst wie Aprikosen, Bananen, Karotten, Kohlrabi und Tomaten sowie Nüssen und einigen Mehlsorten enthalten.3
Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht und zu einer normalen Muskel- und Nervenfunktion bei. Außerdem trägt Magnesium zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung sowie zu einer normalen psychischen Funktion bei. Die DGE nennt für Erwachsene Referenzwerte von etwa 300-350 mg/ Tag. Gute Magnesiumquellen sind beispielsweise Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen, sowie Fisch und Meeresfrüchte.4
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Vitamin B1: der Nährstoff für Herz, Nerven und Psyche
Vitamin B1 (Thiamin) trägt zur normalen Herzfunktion, zur normalen Funktion des Nervensystems und zur normalen psychischen Funktion bei. Gerade in anspruchsvollen Phasen ist eine ausreichende Zufuhr sinnvoll. Da die Speicherkapazitäten des Körpers für Vitamin B1 gering sind, sollte es regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden. Für Erwachsene liegt die Empfehlung der DGE bei 1,0-1,3 mg/ Tag. Vitamin B1 ist beispielsweise in Vollkornprodukten, Samen, Hülsenfrüchten und Muskelfleisch enthalten.5
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Ist Stress bei jedem Menschen gleich?
Nein, Stress wird von jedem Menschen individuell wahrgenommen und kann sich ganz unterschiedlich äußern. Auch die Stress-Symptome, persönlichen Auslöser und der Umgang mit belastenden Situationen können von Person zu Person variieren.6
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Wen kann ich bei Stress um Rat fragen?
Eine erste Anlaufstelle kann der Hausarzt sein. Dort lassen sich die Beschwerden einordnen und auch mögliche körperliche Ursachen abklären. Je nach Situation können auch ein Psychotherapeut, eine psychologische Beratungsstelle oder eine betriebliche beziehungsweise soziale Beratungsstelle weiterhelfen.
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Wie wirkt Stress auf das Immunsystem?
Akuter Stress kann die Immunabwehr zunächst aktivieren und die Wundheilung fördern. Anhaltender Stress kann das Immunsystem dagegen schwächen, sodass Krankheitserreger die Immunabwehr möglicherweise leichter überwinden und sogar Impfungen weniger wirksam sein können.7
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Was kann ich persönlich gegen Stress tun?
Regelmäßige Pausen, ausreichend Schlaf, Bewegung und Entspannungsübungen können dabei helfen, Stress abzubauen. Auch eine ausgewogene Ernährung und feste Erholungszeiten im Alltag können den Umgang mit Belastungen unterstützen. In bestimmten Situationen, wie etwa in unruhigen Phasen, kann zudem eine gezielte Ergänzung mit Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. Wichtig ist, auf die eigenen Bedürfnisse und Körpersignale zu achten und sich bei anhaltenden oder starken Beschwerden Unterstützung zu suchen.
Literatur
[1] Wang C et al. Hypertension Research. 2025. 48:1231-1233. DOI: doi.org/10.1038/s41440-024-02071-1
[2] Lopresti AL. Adv Nutr. 2020; 11(1):103-112. DOI: doi.org/10.1093/advances/nmz082
[3] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. Kalium. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/kalium/, letzter Zugriff am 27.08.2026
[4] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. Magnesium. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/magnesium/, letzter Zugriff am 27.08.2026
[5] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. Vitamin B1. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/thiamin/, letzter Zugriff am 27.08.2026
[6] Kiecolt-Glaser JK et al. Curr Dir Psychol Sci. 2020; 29(5):492-498. DOI: 10.1177/0963721420949521
[7] Herzstiftung. https://herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/gesund-bleiben/psyche-und-stress, letzter Zugriff am 27.08.2026

