• Lavendel: die Pflanze für einen entspannten Lebensstil1

Ein Duft – und vor dem inneren Auge tauchen violette Felder in Südfrankreich auf. Kaum eine Pflanze verbinden wir so selbstverständlich mit Ruhe und Entspannung wie Lavendel. Doch seine Geschichte reicht weit über die Provence hinaus. Seit Jahrhunderten begleitet er Menschen in unterschiedlichen Formen. Heute begegnet uns Lavendel als Duft und Tee, als ätherisches Öl, Lavendelextrakt und als Bestandteil von Präparaten.

Verzehrsempfehlung: 2x2 Tabletten täglich 

Seit Jahrtausenden geschätzt – die Geschichte einer außergewöhnlichen Pflanze

Die Geschichte des Lavendels reicht weit zurück. Seine ursprüngliche Heimat liegt in den Küstenregionen des Mittelmeerraums. Dort wächst die Pflanze an trockenen, felsigen und nährstoffarmen Hängen. Über Jahrhunderte wurde Lavendel vor allem wegen seines charakteristischen Dufts und seiner vielseitigen Verwendung geschätzt.1 

  • Die Verwendung von Lavendel im alten Rom

    Eine Spur seiner Vergangenheit steckt vermutlich schon im Namen: Lavandula wird vom lateinischen lavare („waschen“) abgeleitet. Die Römer gaben Lavendel ins Badewasser und nutzten ihn zur Reinigung von Kleidung. In Deutschland war die Pflanze deshalb lange auch als „Waschkraut“ bekannt.1

  • Von Hildegard bis heute: Lavendel in der Klosterapotheke

    Vom Mittelmeerraum fand der Echte Lavendel durch Benediktinermönche seinen Weg über die Alpen, wo er in Klostergärten kultiviert wurde.1 

    Auch Hildegard von Bingen beschäftigte sich im 12. Jahrhundert mit Lavendel und beschrieb seinen ausgeprägten Duft sowie verschiedene Verwendungsweisen. So erhielt die Pflanze ihren festen Platz in der europäischen Kloster- und Heilpflanzentradition. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann schließlich auch die moderne pharmazeutische Forschung, sich mit dem Echten Lavendel zu beschäftigen.1

  • Lavendel – Arzneipflanze des Jahres 2020

    2020 folgte eine besondere Würdigung: Lavandula angustifolia Mill., der Echte Lavendel, wurde zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Auf die genaue Art kommt es dabei durchaus an. Denn was auf den berühmten Feldern der Provence violett blüht, ist nicht immer Echter Lavendel. Häufig wächst dort auch Lavandin, eine Kreuzung aus Echtem Lavendel und Speik-Lavendel. Die Arten unterscheiden sich unter anderem in der Zusammensetzung ihres ätherischen Öls.1,2,3

Als Duft

In der Aromatherapie kommt vor allem ätherisches Lavendelöl zum Einsatz. Es wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blüten des Echten Lavendels gewonnen. Charakteristische Bestandteile sind unter anderem Linalool und Linalylacetat.3

Als Präparat

Bei Lavendel-Präparaten kommt es genauer auf die Zusammensetzung an. Ein Lavendelblüten-Extrakt wird anders gewonnen als ätherisches Lavendelöl und enthält daher ein anderes Spektrum an Pflanzenstoffen. In der Fachliteratur werden beispielsweise Extraktionsverfahren wie Aufguss, Perkolation oder Ultraschallextraktion beschrieben. Ätherisches Öl entsteht dagegen vor allem durch Wasserdampfdestillation.5

Als Tee

Hier wird die getrocknete Lavendelblüte mit heißem Wasser aufgegossen. Der Lavendeltee gehört zu den traditionellen Zubereitungsformen der Pflanze.4

Lavendel ist nicht gleich Lavendel: Öl, Tee und Lavendelextrakt

Viele Menschen verbinden Lavendel mit dem Wunsch, innere Ruhe zu finden. Je nachdem, wie die Pflanze verarbeitet wird, entstehen unterschiedliche Zubereitungen, vom ätherischen Öl bis zum Blütenextrakt.

Als Duft

In der Aromatherapie kommt vor allem ätherisches Lavendelöl zum Einsatz. Es wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blüten des Echten Lavendels gewonnen. Charakteristische Bestandteile sind unter anderem Linalool und Linalylacetat.3

Als Tee

Hier wird die getrocknete Lavendelblüte mit heißem Wasser aufgegossen. Der Lavendeltee gehört zu den traditionellen Zubereitungsformen der Pflanze.4

Als Präparat

Bei Lavendel-Präparaten kommt es genauer auf die Zusammensetzung an. Ein Lavendelblüten-Extrakt wird anders gewonnen als ätherisches Lavendelöl und enthält daher ein anderes Spektrum an Pflanzenstoffen. In der Fachliteratur werden beispielsweise Extraktionsverfahren wie Aufguss, Perkolation oder Ultraschallextraktion beschrieben. Ätherisches Öl entsteht dagegen vor allem durch Wasserdampfdestillation.5